
„Provisorium“ Schlossplatz braucht attraktive Aufenthaltsqualität bis Baubeginn und keine zusätzlichen baulichen Zwischennutzungen!
Christoph Meyer, Fraktionsvorsitzender und haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt zu der aktuellen Diskussion um mögliche Zwischennutzungen auf dem Schlossplatz bis zum Baubeginn des Humboldt-Forums:
„Die von der Bundesregierung beschlossene Verschiebung des Wiederaufbaus des Schlosses auf das Jahr 2013 bzw. 2014 ändert nichts an der grundsätzlichen Notwendigkeit zur möglichst zeitnahen Realisierung dieses Projektes. Mit der Umsetzung des entsprechenden Bundestagsbeschlusses zum Bau des Humboldt-Forums muss, sobald es die haushaltspolitischen Rahmendaten des Bundes zulassen, konsequent begonnen werden.
Die aktuelle Debatte um mögliche Zwischennutzungen und Provisorien wird von den grundsätzlichen Gegnern des Schlossbaus in durchsichtiger Weise instrumentalisiert, um das gesamte Projekt erneut in Frage zu stellen.
Nach Ansicht meiner Fraktion darf es in keiner Weise zusätzliche bauliche Zwischennutzungen oder neue Architekturwettbewerbe für das Areal geben, denn die grundsätzliche Bereitschaft zur Realisierung des Humboldt-Forums steht für meine Fraktion nicht zur Diskussion.
Ziel möglicher konzeptioneller Erweiterungen der aktuellen Platzgestaltung z.B. durch die Genehmigung zusätzlicher ergänzender hochwertiger Dienstleistungen und Nutzungsmöglichkeiten (Gastronomie, Möglichkeit von Open-Air-, Kunst - und Kulturveranstaltungen) muss die Erhöhung der aktuellen Aufenthaltsqualität für Anwohner und Touristen sein.
Eine temporär gehobene Aufenthaltsqualität darf aber nicht über die Eigenschaft des Schlossplatzes als Brache im Herzen Berlins hinwegtäuschen, welche mit der Realisierung des Humboldt-Forums geschlossen werden muss."
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