Berlin kann nicht warten.
 
PM-Nummer: 280
23. November 2009

Stilloser Umgang mit Leistungsträgern schadet dem Wissenschaftsstandort Berlin

Mirco Dragowski, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt:

„Wer einem Leistungsträger wie den langjährigen Präsidenten der Freien Universität, Dieter Lenzen, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die FU Berlin den Status einer Exzellenzuniversität erreicht hat, einen derartig würdelosen Abschied bereitet, gefährdet die Exzellenz des Wissenschaftsstandorts Berlin. Unabhängig von seiner politischen Einstellung hat sich Prof. Lenzen große Verdienste um den Universitätsstandort Berlin erworben. Statt diese Verdienste souverän anzuerkennen und ihm dafür zu danken, reagiert die Koalition wie eine beleidigtes Kind und verlautbart trotzig, man weine ihm keine Träne nach.

Noch schlimmer aber ist die Signalwirkung nach außen, die von der Reaktion der Linken und der SPD ausgeht. SPD und LINKE disqualifizieren sich damit als Ansprechpartner für zukünftige Leistungsträger, die 2010 an allen drei großen Universitäten gebraucht werden, da auch TU und HU im kommenden Jahr 2010 neue Präsidenten bestimmen werden.

Dass der Wissenschaftssenator und die Regierungskoalition den Universitäten keine verlässlichen Finanzierungspartner waren und Ihnen gerade ein unsicheres Finanzierungsmodell aufdrücken, ist bekannt. Dass sich Leistungsträger, die sich für Ihre Institution einsetzen, sich nun auch ehrabschneidend beleidigen lassen müssen, ist eine neue traurige Qualität, die für die anstehenden Herausforderungen des Wissenschaftsjahrs 2010 nichts Gutes von Rot-Rot erwarten lässt.

Wir erwarten von Senator Zöllner, dass er seine Hausaufgaben macht und den Hochschulen ein guter und zuverlässiger Ansprechpartner ist. Meinungsäußerungen dieser Art sollte sich Zöllner bis auf weiteres sparen."

Mirco Dragowski | Tempelhof/Schöneberg

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