
Schwarzfahrerkopfgeldjäger schädigen Tourismusstandort Berlin
Klaus-Peter von Lüdeke, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, erklärt:
"Das Schwarzfahrerkopfgeld der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) ist unsinnig und überflüssig. Zwei Drittel der erwischten Schwarzfahrer sind ohnehin nicht in der Lage, das so genannte erhöhte Beförderungsentgelt in Höhe von 40 Euro zu entrichten. Die zu einem großen Teil mit Steuergeldern finanzierte BVG wirft hier also mit beiden Händen Geld zum Fenster heraus. Die bei Drittfirmen beschäftigten Kontrolleure erhalten Kopfprämien für erwischte Schwarzfahrer. Daher lassen sie verständlicherweise ungern Kulanz walten. Touristen kennen in der Regel den Fahrgastverband IGEB (Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin e.V.) nicht und beschweren sich folglich dort auch nicht. Dadurch schädigt die BVG den Ruf unserer Stadt und den Tourismusstandort Berlin. Die FDP-Fraktion fordert deshalb: 1. Keine Kopfgeldjäger mehr in der BVG. 2. Die BVG muss stattdessen ihre Kontrolleure angemessen und ohne Kopfgelder bezahlen. Dass man die Kontrolleure, die sich bei bis zu 6,54 Euro Stundenlohn wohl in der Regel kein Auto leisten können, mit 40-Euro-Tankgutscheinen für bestimmte Arbeitsleistungen belohnen will, ist im übrigen eine Verhöhnung dieser Mitarbeiter."
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