Berlin kann nicht warten.
 
PM-Nummer: 336/2005
01. Dezember 2005

Charité: Flierl muss bei Vergabe des Facility-Managements endlich einschreiten!

Erik Schmidt, Haushaltsexperte und wissenschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, zur Vergabe des Facility-Managements der Charité:

„Die FDP-Fraktion hat die Vergabe des Facility-Managements der Charité durch Gründung einer praktisch landeseigenen Gesellschaft mit Minderheitsbeteiligung eines privatwirtschaftlichen Konsortiums von Anfang an abgelehnt. Der größte Kritikpunkt war dabei stets die wettbewerbsrechtlich äußerst bedenkliche mangelnde Beteiligung von mittelständischen Handwerksunternehmen. Doch was jetzt nach und nach ans Tageslicht kommt, wird immer obskurer. Erst wurde verkündet, dass sich das Bieterverfahren weiter hinauszögert und die Aufnahme des Betriebs nicht vor März nächsten Jahres gelingen kann. Der angebliche Grund war, dass sich ein Bieter noch nicht ausreichend mit der Materie beschäftigen konnte. Nun wird bekannt, dass die Charité selbst einen der Bieter bevorzugt. Sollte sich herausstellen, dass dieser Bieter der Grund war, warum sich das Bieterverfahren hinausgezögert hat, dann kann von einem transparenten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren nicht mehr die Rede sein! Ich fordere Senator Flierl auf diesem immer merkwürdiger werdenden Verfahren ein Ende zu setzen. Es ist offenkundig, dass zum 1.Januar 2006 ein vernünftiges Facility-Management nicht in Betrieb gehen kann, da den jetzigen Dienstleistern schon gekündigt wurde. Es ist zu befürchten, dass zum Anfang des Jahres ein Chaos droht und das neue Facility-Management bereits vor seinem Start zu scheitern droht. Die FDP sieht sich in ihrer Kritik bestätigt. Denn einfacher wäre es gewesen, die einzelnen Bereiche in Einzellosen auszuschreiben. Senator Flierl sollte nun seine Untätigkeit aufgeben und den Weg für eine neue mittelstandsfreundliche Ausschreibung frei machen.“

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Abgeordnetenhaus von Berlin


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