Berlin kann nicht warten.
 

Mindestlohn

Die FDP ist entschieden gegen die Einführung von Mindestlöhnen, da sie die Arbeitslosigkeit nochmals verschärfen würden. Die Schwarzarbeit würde weiter zunehmen und Arbeitsplätze ins Ausland abwandern. Der untere Produktivitätsbereich würde endgültig vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Die Auswirkungen des Post-Mindestlohns haben gezeigt, wie schnell durch Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichtet werden. Schon jetzt existiert mit dem Arbeitslosengeld II (Hartz IV) und anderen Systemen der sozialen Sicherung ein faktischer Mindestlohn. Ein Mindestlohn würde die Anreize zur Aufnahme einer niedrig entlohnten Arbeit weiter absenken. Außerdem wäre die Einführung eines Mindestlohns ein massiver Eingriff in die Tarifautonomie, die im Grundgesetz (Art. 9 Abs. 3) eindeutig geregelt ist. Ein wesentlicher Grund für die Tarifautonomie ist die regional- und branchenspezifische Lohnfindung. Ein staatlich verordneter Mindestlohn kann dem nicht gerecht werden. Löhne müssen sich nach der Produktivität entwickeln, nicht nach dem Bedarf des Einzelnen, den sonst müsste auch der Mindestlohn gestaffelt nach Familienstand und Anzahl der Kinder geregelt sein. Statt für die Einführung von Mindestlöhnen setzt sich die FDP für ein Mindesteinkommen ein. Das bedeutet, dass bei Bedarf niedrige Löhne durch ein Bürgergeld ergänzt werden müssen, in dem alle bisherigen Sozialleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, BAföG und auch das Kindergeld zusammengefasst werden.